Martin Militzke überzeugt beim Frankenweg-Lauf

Leichtathletik

Der Frankenweg ist ein bekannter Fernwanderweg, der vom Rennsteig bis zur schwäbischen Alb führt. Insgesamt 520 Kilometer umfasst die gesamte Strecke. Auf einem der schönsten Abschnitte durch die Fränkische Schweiz findet jedes Jahr der Frankenweg-Lauf mit verschiedenen Distanzen statt. Die längste Distanz bildet der Trail-Marathon mit einer Strecke von 42,5 Kilometern und 1200 Höhenmetern. Gestartet wurde um 7:45 Uhr im beschaulichen Örtchen Gasseldorf bei Ebermannstadt. Die frühe Startzeit war an diesem Tag für die Läufer sehr gut gewählt, da die Temperaturen stetig anstiegen und für viele Teilnehmer bis zum Ziel die 30 Grad Marke überschreiten sollten. Neben Martin Militzke vom TV 1848 Coburg – Team Wohlleben nahmen noch 180 andere Läuferinnen und Läufer die Herausforderung an. Gelaufen wurde ausschließlich auf dem durchgängig markierten Wanderweg, der aber hohe Aufmerksamkeit der Teilnehmer erforderte, da die kleinen Schilder auch leicht übersehen werden konnten. Vom Start weg bildete sich eine Spitzengruppe von fünf Läufern, der auch Martin angehörte. Die erste Hälfte der Strecke hatte es in sich: zahlreiche Anstiege, Wurzelpfade und sogar eine Höhlendurchquerung mussten bis zur Burgruine Pottenstein absolviert werden und bis zur Halbmarathon Marke reduzierte sich die Spitzengruppe auf nur noch drei Läufer. Martin, der vor einer Woche noch mit einer neuen Bestzeit im Halbmarathon seine gute Form unter Beweis gestellt hatte, war weiterhin mit dabei. Nach ca. 25 Kilometern musste ein weiterer Läufer abreißen lassen und es entwickelte sich ein spannender Kampf um den Gesamtsieg. Weitere 5 Kilometer später konnte auch Militzke dem späteren Sieger Sven Erhardt vom Team Memmert nicht mehr folgen. Erhardt durchlief am Ende das Ziel in Obertrubach nach 3:44,51 Stunden mit neuem Streckenrekord auf der seit 2017 gelaufenen Route. Aber auch Militzke konnte mit seiner Zeit von 3:49,16 Stunden sehr zufrieden sein, denn er erreichte damit die drittbeste je gelaufene Zeit. Auf Rang drei, den sich Markus Kristan Siegler von der LG Erlangen sicherte, hatte er 11 Minuten Vorsprung. Insgesamt gibt es erst vier Läufer die den Frankenweg Marathon in unter 4:00 Stunden absolviert haben. Der Coburger nutze den Lauf als letzte harte Ausdauerbelastung vor seinem Saisonhöhepunkt dem 63 Kilometer langen Supertrail beim Zugspitz Ultra Trail in Grainau Mitte Juni. Ebenfalls ein super Rennen zeigte Harald Barnickel vom TSV 1860 Staffelstein. Als Gesamt 12. und Sieger der M50 bewies er in 4:20,16 Stunden seine Klasse bei Trail-Rennen. Weitere Platzierungen auf der Marathon-Distanz erlangen Alexander Bauer ebenfalls vom TV 1848 Coburg – Team Wohlleben als 21. Gesamt in 4:33:45 Stunden, womit er in der Altersklasse M40 auf den vierten Rang lief. Kurz hintereinander erreichten Bernhard Hümmer 5. M55 vom TSV Staffelstein in 4:50,10 Stunden sowie die beiden Coburger, Laszlo Kaloscai in 4:51,36 Stunden und Robert Hammer vom TV 1848 Coburg in 4:51;40 Stunden das Ziel. Volker Nitsche vom Run and Bike-Team Coburg freute sich nach 4:57,08 Stunden über sein Finish unter 5 Stunden. Einzige Frau aus der Region war Ulrike Hümmer, die in 5:56,59 Stunden zweite in Ihrer Altersklasse W55 wurde und sich wie alle platzierten über einen sehr hochwertigen regionalen Präsentkorb als Preis freuen durfte.

Neben dem Marathon, wurden auch noch ein Halbmarathon, ein 15 Kilometer-Lauf, eine Marathon-Staffel sowie einige Wander- und Nordic-Walking Wettbewerbe angeboten. Auf der Halbmarathon-Distanz konnten sich vor allem die Läuferinnen und Läufer vom Run and Bike-Team Coburg glänzend präsentieren, allen voran Kathrin Byczok (ehem. Werner), die mit dem ambitionierten Ziel den Lauf unter 2:00 Stunden zu beenden an den Start ging. Da sich Kathrin im letzten Jahr verlaufen hatte, wollte sie es  dieses Mal besser machen. Vom Start weg lag sie in aussichtsreicher Position auf Rang 2. An den zahlreichen Anstiegen konnte sie ihre Stärke am Berg mehr und mehr zu ihrem Vorteil nutzen und die bis dahin führende Läuferin des Team Salomon Susi Lell etwa bei der Hälfte des Rennens überholen. Den Vorsprung konnte Kathrin dann nach und nach ausbauen und erreichte mit 1:58,11 Stunden auch ihr selbstgestecktes Ziel. Der Vorsprung auf Lell betrug im Ziel etwas über eine Minute. Beim Gesamt-Sieg von Sven Starklauf erreichte Oliver Bühling vom Run and Bike-Team Coburg einen Altersklassensieg in der M40. Er benötigte für die anspruchsvolle Strecke 1:51,39 Stunden und war damit als Fünfter schnellster Läufer aus dem Kreis Coburg. Weitere Podestplätze gingen an Theresa Gebauer als Dritte der W20 in 2:21,24 Stunden vom TSV 1904 Lützelbuch und Tanja Neubauer als Zweite der W50 in 2:23:32 Stunden vom TV 1848 Coburg.

Bericht: Martin Milizke

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