Weinwanderung 2.0 – Leichtathleten lassen sich edle Tropfen schmecken

Zeilitzheim – Bereits im letzten Jahr war eine Gruppe von Leichtathleten bei der Weinwanderung, die vom Weingut Mößlein in Zeilitzheim, veranstaltet wird. Auch auf die Gefahr hin, dass sich die Tour vom letzten Jahr 1:1 wiederholen könnte, waren viele Wiederholungstäter an Bord des Buses der Fa. Hügle.

Eins vornweg, die Wanderung und auch der Informationsgehalt, war mit dem aus dem Vorjahr nicht vergleichbar, auch wenn ein paar markante Punkte, wie das Boxbeutel Denkmal, der Fähranleger und das Ratsherrenhäusle, als Anlaufpunkte bereits letztes Jahr auf dem Programm standen.

Bereits um 6:15 Uhr begann die Einsammeltour der Teilnehmer durch das Coburger Land, um pünktlich um 9 Uhr am Weingut Möslein einzutreffen.

Vor Ort wurden die Weinwanderer mit Namensschildern, Kugelschreibern und einem Quizzettel ausgestattet. Anschließend ging es mit dem Bus weiter zum Startpunkt nach Eschendorf. Gleich am Ortseingang begann die Wanderung mit einem steilen Treppenweg und weiteren Höhenmetern durch die Weinberge, hoch zum Aussichtspunkt „terroir f“.

Hoch über Volkach, wo die Reben der großen Lage Escherndorfer Lump gedeihen, dreht sich dieser Standort von terroir f um das Thema Klima und Klimawandel – schließlich ist der Escherndorfer Lump eine der heißesten Lagen in Franken. Wie stark hier die Sonne strahlt, zeigt ein bewegliches Photovoltaikelement. Auf den Stufen, die von den Reben hinauf zum Aussichtspunkt führen, prangen Zitate zur Erntemenge und zur Qualität von außergewöhnlichen Weinjahrgängen bis zurück ins Mittelalter.

Hier wurden die Wanderer erstmals mit eine Secco verköstigt. Wanderführer und Seniorchef des Weinguts, Reiner Mößlein, erzählte an dieser Stelle einiges über die Rebsorte Silvaner.

Boxbeutel DenkmalAuf dem Weg zum nächsten Verpflegungspunkt, dem Boxbeutel Denkmal, wurden weitere Rebsorten wie der Domina und dem Burgunder und deren Eigenschaften erklärt. Am Denkmal selbst, wurde ein schön kühler 2017 Bacchus Muschelkalk kredenzt.

Inzwischen hatte die Tagestemperatur die 20 Grad-Marke deutlich überschritten und man war froh den nächsten Streckenabschnitt Richtung Mainfähre Kaltenhausen-Fahr zum größten Teil im Schatten laufen zu können. Direkt am Fähranleger wurde der „Sommertraum“, ein leichter Weißwein aus Müller-Thurgau und Bacchus Trauben, des Weinguts serviert. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man gerade einmal 3 Kilometer Wegstrecke hinter sich gebracht.

RastherrenhäusleNächster Stopp war das Ratsherrenhäusle. Allerdings mussten bis dorthin weitere 4 Kilometer und einige Höhenmeter überwunden werden. Bei einer leckeren Fränkischen Brotzeit mit einem Silvaner und einem Müller-Thurgau konnten die Wanderer. Neben dem Weinen wurde auch Mineralwasser und Traubensaft ausgegeben.

Nächster Halt war an der Konstitutionssäule, Ausschlaggebend für den Bau der Säule war die bayerische Verfassung von 1818. König Max Joseph I. beschränkte seine Rechte selbst und ließ eine gewählte Volksvertretung an seiner Seite mitregieren.

Am Fuße der Säule wurde ein Rotling ausgeschenkt. Der fruchtig, spritzige Wein ist ideal für die leichte Sommerküche.

Mit immer schwereren Beinen, machte man sich auf zum Ziel ins Weingut nach Zeilitzheim. Dort wurden die Wanderer mit Kaffee und Kuchen empfangen. Wer wollte konnte zwischen Kaffee und dem Grillabend noch weitere Weine, Schnäpse et cetera probieren.

Am Abend wurde noch die Gewinner des Quiz bekannt gegeben. Außerdem wurde die Weinwanderkönigin 2018 gekürt.

Gegen 22 Uhr machen sich die 48er wieder auf dem Heimweg. Ein wieder toller Tag beim Weingut Mößlein ging zu Ende.

48er Gruppe Weinwanderung

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