Kompletter Medaillensatz für Karl Dorschner

Leichtathletik

Erfurt – Mit Karl Dorschner vom TV 48  Coburg, Hermann Beckering von der SpVg Ahorn und Walter Götz vom LAV Neustadt waren nur drei Athleten aus dem heimischen Leichtathletikkreis Oberfranken West bei der der dreitätigen Deutschen Hallenmeisterschaft der Senioren in Erfurt am Start. Gleichzeitig kam auch die deutsche Winterwurfmeisterschaft zur Austragung und hier war Andre Röttger vom LAV Neustadt erfolgreich dabei.

Karl Dorschner und Hermann Beckering, die schon seit vielen Jahren nicht nur der nationalen, sondern auch der internationalen Spitzenklasse angehören, schlugen sich erwartungsgemäß prächtig und beide starteten über 60, 200 und 400 Meter.

Karl Dorschner

Karl Dorschner

Karl Dorschner verteidigte in der M65 seinen Titel über 400 Meter mehr als erfolgreich. Mit genau 60 Sekunden ließ er Rudolf König aus Saalfeld und Reinhard Michelsen aus Sindelfingen, die neu in die M65 aufstiegen, keinerlei Siegchancen. Vom Start weg beherrschte der 48er seine Konkurrenz mit einer Zwischenzeit von 29 Sekunden über 200 Meter nach „belieben“ Im Ziel war der Vorsprung auf 2,5 Sekunden angewachsen. Für Karl Dorschner sind die 60 Sekunden persönlicher Rekord über diese 400 Meter in der M65.

Über 200 Meter kamen Zeitläufe zur Austragung und Dorschner startete im Lauf eins auf Bahn vier, seiner Lieblingsbahn. Der Lauf war, wie er meinte, perfekt und so bedeuteten die erstklassigen 26,72 Sekunden Platz zwei und Gewinn der Silbermedaille, hinter Rudolf König, der 26,22 Sekunden zu Buche stehen hatte.

Zum Auftakt dieser Titelkämpfe standen die 60 Meter Vorläufe an. Als Dritter des ersten Vorlaufes qualifizierte sich Karl Dorschner mühelos mit 8,48 Sekunden für den Endlauf. Hier musste er sich nur König und Michelsen geschlagen geben, die beide den deutschen Rekord verbesserten.

Hermann Beckering M75 stand Dorschner nicht allzu viel nach, obwohl seine Vorbereitungen unter keinem guten Stern standen, bedingt durch eine verschleppte Grippe, musste der Ahorner Schülertrainer für acht Wochen sein Training unterbrechen.

Zum Auftakt standen die Zeitendläufe über  60 Meter an. Hermann Beckering lief im stärksten Zeitlauf und erreichte mit 9,25 Sekunden Platz vier. Über 200 Meter wurde Beckering in den ersten Zeitlauf gelost. Auf Bahn vier laufend gewann er mit der akzeptablen Zeit von 30,99 Sekunden seinen Lauf und in der Gesamtwertung war es die Bronzemedaille. Auch über 400 Meter musste er auf der, für ihn, ungeliebten Außenbahn starten. Auch wenn er mit seiner Zeit von 75,39 Sekunden nicht zufrieden war, erlief sich Hermann Beckering die Vizemeisterschaft. Der achtwöchige Trainingsausfall hat schon seine Spuren hinterlassen und trotzdem war er letztlich mit Platz zwei, drei und vier zufrieden. Walter Götz musste beim 60 Meter-Vorlauf der M65 die Überlegenheit seiner Konkurrenz neidlos anerkennen. Im zweiten Vorlauf war es Platz sieben mit 9,43 Sekunden.

Die Teilnehmer der Winterwurfmeisterschaft hatten es nicht leicht bei kräftigen Minustemperaturen, Schneefall und zum Teil vereisten Anläufen ihren Part zu bewältigen. Andre Röttger, seines Zeichen ehemaliger deutscher Jugend- Zehnkampfmeister und oberfränkischer Rekordhalter im Zehnkampf der Männer mit  überragenden 7747 Punkte aus dem Jahre 1999, gewann beim Speerwurf der M35 mit guten 50,08 Meter die Bronzemedaille. Diese Weite erzielte er im fünften Versuch. Ergebnisse

Bericht: Ulrich Zetzmann

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